Septana - Archetypen der Seele
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BOTSCHAFTEN DER QUELLE

Die folgenden Beispiel-Texte der „Quelle" sind für Besucher unserer Homepage gedacht, die unsere Arbeit noch nicht kennen. Sie helfen, sich einen ersten Eindruck zu machen von Art und Qualität der medial empfangenen Botschaften, unserer speziellen Bewusstseins-Arbeit in den Veranstaltungen und von den Zielen und Inhalten unserer Seelenforschung.

Der Apostel Paulus - Eine Seele Alt 5

Eine Botschaft der Quelle zur Ergänzung des Buchs "Junge Seelen - Alte Seelen" empfangen von Varda Hasselmann im Februar 2016

Paulus hatte die Seelenrolle eines Kriegers, mit der Urangst Starrsinn und Hochmut, mit dem Entwicklungsziel Unterordnen, dem Modus Leidenschaftlichkeit, der Mentalität eines Idealisten, dem Reaktionsmuster motorisch-intellektuell, dem Seelenalter Alt 5, auf dem Weg der Suche. Seelenfamilie: Priester, Krieger, Gelehrte Seelen-Chiffre: 3 4/6 3 6 5 7/2 5/5 ---7---6 3 4

Das Umkehrerlebnis des Apostels Paulus fand im Winter '33 statt. Die Welt, in der er lebte, war auf so vielfältige Weise vernetzt, dass sich seine Sinneswandlung schnell herumsprach. Es war ein aufregender Skandal, dass jemand, der zunächst in rabiater Weise die neue Bewegung verfolgen wollte, plötzlich seine Ansichten geändert hatte. Aus seinen Briefen wird offensichtlich, dass er im jüdischen wie im griechischen Kulturbereich ein hochgebildeter und intellektuell denkender Mensch war. Seine heiligen Schriften kannte er durch und durch, nahezu auswendig. Er hatte sie viele Jahre studiert und sah seinen Lebensinhalt darin, sie zu seiner geistigen und praktischen Richtschnur und in allen Dingen - mehr noch als die meisten seiner jüdischen Zeitgenossen - zu seinem Gesetz zu machen. Er befolgte die Vorschriften mit einer Leidenschaftlichkeit, die ihresgleichen suchte. Sein Bedürfnis, schuldlos und ohne Sünde zu leben, war außerordentlich groß; entsprechend groß waren seine Ängste. Und obgleich er zum Zeitpunkt seiner "Bekehrung" schon ein reifer Mann war, - ein Mensch, der nach dem Maßstab der damaligen Zeit nicht mehr jung war, denn er war bereits fast 40 Jahre alt - verfolgte er doch alle seine Ziele, z. B. in den Diaspora-Gemeinden abtrünnige Juden aufzuspüren und sie zu bestrafen - mit einer adoleszenten Absolutheit, wie sie sogar manchen seiner pharisäischen Brüder zuweilen unheimlich und übertrieben vorkam. Dieser Eifer rührte aus einer eigenen Furcht vor Strafe und Verdammung her und ist durchaus mit seinem Starrsinn zu verknüpfen, der nach größtmöglicher Sicherheit strebte - auch im spirituellen Bereich. Seine anfängliche Mission gegen die kleinen, sich soeben formierenden Christengemeinden verband sich mit scharfer Leidenschaftlichkeit und einem deutlichen Hochmut, denn es gab eine mächtige Stimme in ihm, die sich kraft einer unmäßigen Gottesfürchtigkeit und Gesetzestreue über seine fehlbaren Mitmenschen zu erheben trachtete. Diese Haltung war es, die ihn antrieb, jene zu verachten und wie Straffällige zu verfolgen, die sich erfrechten an etwas zu glauben und etwas zu predigen, das er zu dieser frühen Zeit (vor dem Jahr 33) für gesetzeswidrig und sündhaft hielt. Es handelte sich um eine Form der Projektion und Übertragung seiner eigenen Ängste und war ein durchaus willkommener Anlass zum Ausleben seiner kriegerischen Impulse. Diejenigen zur Ordnung zu rufen, die sich gegen die Grundfesten seiner eigenen Überzeugung zu richten wagten, war ihm ein tiefes Bedürfnis. Aus diesem Grund war die Licht-Vision, die ihn auf dem Fußweg nach Damaskus - er war nicht beritten - zu Boden stürzen ließ, eine so unfassbare Überraschung, dass dies allein schon einen lebensgeschichtlichen inneren Wandel hervorgerufen hätte. Jede Art von Lichterscheinung hätte dies bewirkt. Starrsinnige aber lieben Überraschungen selten, weil sie sich der damit notwendig einhergehenden Veränderung ungern stellen. Paulus hat tatsächlich - und davon hat er immer wieder berichtet - eine verklärte Gestalt gesehen, die dem Bild entsprach, das er sich zuvor von Jesus gemacht hatte. Er erblickte eine gleißend leuchtende männliche Erscheinung, umgeben von einem Lichtschein und gekennzeichnet von den Wundmalen einer Kreuzigung. Nicht am Gesicht konnte Paulus erkennen, um wen es sich dabei handeln könnte, denn er hatte den Menschen Jesus nie gesehen, sondern an dem blendenden Licht und an diesen Merkmalen einer Folterung. Eine Stimme hat er hingegen nicht gehört. Diese Vorstellung ist ihm gemäß der Tradition erst später zugeschrieben worden.

Es ist nun nicht so, dass die Licht-Vision des Gekreuzigten, die Paulus vor Schreck zu Boden fallen ließ, unmittelbar eine Einsicht in seine aggressive Haltung den Christen gegenüber, Reue oder gar eine Umkehr in seinem Streben und Verhalten bewirkt hätte. Er wurde zunächst einmal krank vor Entsetzen und musste eine Zeitlang von seinen Reisegefährten und einem Gastgeber in Damaskus gesund gepflegt werden. Er war schon damals, in der Zeit seiner ursprünglichen Verfolgungstätigkeit, von Reisegenossen umgeben. Allein zu reisen war seinerzeit niemals üblich, denn es wäre zu gefährlich gewesen. Seine Genesung hat mehrere Wochen in Anspruch genommen. In dieser Ruhezeit erfasste ihn immer wieder ein hohes Fieber, das ihn in weitere visionäre Zustände hineintrieb. Sein ganzes Leben und sein Selbstbild befanden sich in einer unbeschreiblichen Turbulenz. Immer wieder wurde er ohnmächtig bei der Erinnerung an das sich ihm eingebrannte Lichterlebnis und wähnte sich dem Tode nah. Auch empfand er die Vision zunächst als Strafe.

Während dieser Wochen wurde er von einer Seelenaltersstufe auf eine andere katapultiert. Nach dem allgültigen Prinzip der Notwendigkeit geschieht dies nur äußerst selten, während ein Mensch sich in ein und demselben Körper befindet. Das Entscheidende und naturgemäß nicht Überlieferte ist also, dass die Seele des Paulus mit der Kraft und Macht seiner Christus-Vision und in den darauf folgenden Wochen der Erkrankung und vollständigen Verwirrung von einer Alt 4-Existenz in eine Alt 5-Existenz verwandelt wurde. Dieser Zustand innerer Wandlung und Erneuerung war derart verstörend, dass er sich zunächst einmal selber nicht wiedererkennen konnte. Alles, woran er geglaubt und was ihn beflügelt hatte, schien urplötzlich zunichte geworden, aus den Angeln gehoben. Sein Fühlen und Denken veränderte sich mit einer Radikalität und Geschwindigkeit, die zwar nicht den Rest seiner Seelen-Matrix veränderte, wohl aber die Art und Weise, wie er sie zu leben hatte - ohne Wenn und Aber. Die Kriegerenergie, Starrsinn, Hochmut, Unterordnung, Leidenschaftlichkeit und auch sein Idealismus, seine besondere Art, motorisch-intellektuell zu denken, wurden jetzt allesamt in den Dienst einer doppelten Fünferenergie gestellt. Eine Alte Seele auf der fünften Stufe der Entfaltung zu werden, mit der Entfaltungsaufgabe "Unbeirrbar einen Weg zu gehen ohne das Ziel zu kennen" bedeutete für Paulus: Wo er vorher gewütet hatte, musste er sich jetzt mitteilen, er musste predigen und bekehren anstatt zu strafen und zu verdammen, er musste sich äußern, er musste sich bereit machen in einer Weise, die er selber nicht gewohnt war, die ihm große Angst machte, ihm unangenehm war und trotzdem unabweisbar zu geschehen hatte. Er musste sich als Suchender auf einen neuen Weg machen, ohne sein Ziel und seinen Verlauf zu kennen. Er sah sich gezwungen, ins Ungewisse zu springen, von einer unbeeinflussbaren Macht über sich bestimmen zu lassen, Impulsen zu folgen, die ihn leiteten, ohne zu ahnen, wohin seine Füße und sein Geist ihn führen würden. Dass Paulus auf Grund seiner religiösen Prägung diese geistige Wandlung, diese Bekehrung und neuartige Bestimmung seines Lebensplans als Auftrag und Wirkweise Gottes verstand, ist selbstverständlich. Wer durch ein solches Erlebnis geprägt ist, kennt keine Zweifel.

Begreiflich also, dass er sich zunächst einmal aus dem engeren jüdischen Bereich, aus Galiläa und Jerusalem entfernte, um sich vor den übrigen Pharisäern und den Gremien der Hohepriester, seinen Auftraggebern, nicht rechtfertigen zu müssen; um nicht irgendjemandem erklären zu müssen, warum und auf Grund welcher Ereignisse oder inneren Bewegungen er jetzt plötzlich anders dachte und völlig anderes wollte als zuvor. Es wäre ihm unmöglich gewesen, direkt nach Jerusalem zu seinen Oberen zurückzukehren und ihnen zu verkünden: Ich will das nicht mehr machen! Ich werde die Christen nicht mehr verfolgen! Ich habe es mir anders überlegt. Und von seiner Lichterscheinung hätte er niemandem von ihnen glaubhaft berichten können, denn obgleich in der Schrift hier und da Ähnliches verzeichnet war, wäre solches Erleben seiner Tempelgemeinde und seinen pharisäischen Brüdern doch nur als Anmaßung und Mangel an Demut vorgekommen. Er musste sich also entfernen, und zwar so weit wie möglich von Jerusalem. Von Damaskus machte er sich nach seiner körperlichen Genesung auf in die arabisch sprechenden und sowohl von Beduinen als auch von zahlreichen Reisenden auf den großen Handelstrassen bevölkerten Gebiete auf. Um Abstand zu gewinnen, um sich selbst zu finden, um seiner Verwirrung Herr zu werden, um mit sich darüber ins Klare zu kommen, was überhaupt mit ihm passiert war, um seine Körperlichkeit, die durch das Erleben des Seelenalter-Wandels von Alt 4 auf Alt 5 äußerst mitgenommen war, zu pflegen und zu beruhigen, um Kräfte zu sammeln in einer elementar neuen seelischen Verfassung.

Auf seinem Weg in die arabisch geprägten Gebiete weilte er ein gutes Jahr in Bostra (heute Bosra in Syrien). Dort gab es eine kleine Synagoge, deren Kontakte und auch deren Gastfreundschaft er eine Zeitlang in Anspruch nehmen konnte. Aber die dort ansässigen Juden waren stärker von ihrer arabischen Umgebung geprägt und nicht so fanatisch gesetzestreu, wie er es von Jerusalem oder seinem jüdisch-pharisäischen Umfeld gewohnt war. Deshalb wurde er auch nicht in derselben Weise überprüft und beobachtet in seiner Gesetzesfrömmigkeit. Diese stellte er aber von sich aus keineswegs in Frage, sondern bemühte sich, auf ihr jetzt etwas Neues aufzubauen - nicht weil es seinem Wunsch entsprach, sondern weil eine existenzielle Notwendigkeit es erforderlich machte, sich seinem eigenen unwiderlegbaren, privaten und persönlichen Lichterleben unterzuordnen. Und dieses Unterordnen unter die eigene innere Wahrheit war für Paulus etwas grunsätzlich anderes als die Unterordnung unter das Mosaische Gesetz. Es hatte eine neue Qualität, die ihn aus seiner Gemeinschaft aussonderte und in seinem eigenen Verständnis zu einem Propheten und Apostel des Erlösers machte.

Ihm war jedoch sehr wohl bewusst, dass er mit diesem Anspruch - und wir wollen nicht in Frage stellen, dass dieser auch mit seinem Nebenmerkmal der Angst Hochmut in energetischer Verbindung stand - in Jerusalem bei den Hophepristern nicht ohne Weiteres zu diesem Zeitpunkt hätte auftreten und in die gewohnte Umwelt zurückkehren können. Es war ihm als Alt-5-Seele zwar nicht geheuer, dass er sich über viele seiner Mitmenschen erhob, dennoch beobachtete er diese innere Regung. Es muss hinzugefügt werden, dass er mit der sich nach dem Pfingstereignis herausbildenden Nachfolgegemeinde unter der Leitung von Jakobus und Petrus zunächst in keinerlei Verbindung stand und er sogar fürchtete, von ihnen, die er einerseits als Rivalen in der Mission und andererseits als legitime Zeitzeugen, leibliche Verwandte und Nachfolger des Gekreuzigten anzusehen hatte, abgelehnt zu werden. Das führte zu einer großen, den nötigen Erfahrungen als sehr Alte Seele entsprechenden Einsamkeit. Er musste deshalb - das war die Frucht seiner langen und tiefen Überlegungen in Arabien - zunächst einmal auf eigene Faust Missionsarbeit betreiben, so wie er sie als Auftrag des Gekreuzigten verstand, und zwar nicht in Absprache mit der Urgemeinde, sondern ganz selbständig, mit einer Mischung aus Demut und Hochmut. Und er sah die Möglichkeit dazu nur, wenn er Menschen für den Glauben an den Auferstandenen gewinnen konnte, die von der Jüdischen Gemeinde nicht einmal in Betracht gezogen worden wären. Das gab ihm Vollmacht, das gab ihm Autorität und es sprach sich natürlich in der jüdischen Diaspora bald herum, was dieser Paulus mit seinem auffälligen Charisma, das auf sein Lichterlebnis und den Wechsel seiner Seelenalter-Stufe zurückging, bewirkte. Sein Auftreten wurde durch die alljährlichen Besuche im Jerusalemer Tempel selbstverständlich auch der Urgemeinde zugetragen, sodass sich sein Ruf und in gewissem Umfang auch sein Ruhm schnell verbreiteten. Dennoch herrschte in der Urgemeinde große Skepsis ihm gegenüber, weil er so wesentlich andere Grundsätze vertrat und eine so bedeutende Ausweitung des Messias-Gedanken und ein eher griechisch inspiriertes als auf der Schrift basierendes Denken von Erlösung unter die Menschen brachte. Solche Ansichten und hochgeistigen Argumentationen waren für die intellektuell eher schlichten Apostel nicht nachvollziehbar und galten ihnen sowohl als sündig wie auch skandalös. Die sogenannte Heidenmission als Auftrag und Anliegen blieb ihnen noch lange fremd. Die Lichterscheinung war Paulus "eingebrannt". Ein derartiges visionäres Erleben ist und bleibt unauslöschlich. Es stand Paulus Tag und Nacht vor Augen, unablässig, in Träumen, beim Gehen, beim Essen, beim Predigen - ununterbrochen. Seine enorme geistige und leibliche Kraft, die ursprünglich zwar von kriegerischer Energie getragen war, aber von einem Körper ausging, der nicht besonders robust war, bezog er aus diesem Licht. Durch das komatöse Geschehen nach der Vision war er zusätzlich geschwächt. Ein Nervenleiden hatte sich in ihm ausgebreitet - wie nach einem Schlaganfall oder Blitzschlag oder wie durch eine Parkinson-Erkrankung (obgleich er an dieser nicht litt!). Er zitterte oft am ganzen Leib, ohne äußeren Anlass, und musste sich mit aller kriegerischen Disziplin zu körperlichen Leistungen aufraffen, die ihm auf Grund seiner Befindlichkeit nicht entsprachen. Das Feuer, das unablässig in ihm brannte, war nicht angenehm; es erhitzte ihn in einer Weise, die nur ertragen werden konnte, indem er sich offenbarte und sich als von Jesus Christus Beauftragter zeigte und Menschen für seine Überzeugung gewann. Seine Missionsarbeit, seine Predigt und sein neues Erkennen von Verbindungen unter den Menschen, von Gemeinschaftlichkeit, von Liebe unter den Gemeindemitgliedern, all dieses stärkte ihn und schenkte ihm Mut, weiterzumachen - trotz aller Strapazen. Die doppelte Energie 5, die potenzierte Weisen-Energie, die ihn nunmehr ausfüllte - und sie ist die seelische Basis seines Wirkens, während die Mission eine Konsequenz der Lichterscheinung sind - beflügelte ihn und ließ ihn schweres psychisches und körperliches Leid ertragen - Verfolgung, Verachtung, Schläge, Kerker. Seelische Basis und inhaltlicher Glaubenswandel sind daher gemeinsam zu betrachten. Die Lichterscheinung in ihrer Konkretisierung führte ihn zu Inhalten, d. h. zu Christus. Sie war ihm ja deutlich identifizierbar als Bild des Auferstandenen. Eine andere Vision hätte andere Inhalte seiner Mission zur Folge gehabt. Es muss klargestellt werden, dass Paulus als Abgesandter der Jerusalemer Hohen Priesterschaft und als Pharisäer sehr genau wusste, was und wen er zu verfolgen hatte. Mit den umstürzlerischen Inhalten der Christenlehre war er außerordentlich tief vertraut. Das war es ja gerade, was er als Gewissensprüfung an die auswärtigen Synagogen herantragen wollte. Er wollte in Erfahrung bringen, wer unter den Juden etwa häretisches Gedankengut pflegte, anstatt schriftfromme Gesetzestreue zu üben Aber dazu musste er genau wissen, wonach er suchte. Er hatte sich also gut informiert; und niemand wettert unter Strapazen gegen etwas, das ihm nichts bedeutet und das er nicht kennt.

Durch die Vision wurde er in gewisser Weise mental umprogrammiert. Sie darf als eine Art Gehirnwäsche energetischer Art gelten und bewirkte ein spiegelbildliches Verhalten zu der vorigen Weltanschauung. Als Pharisäer war er schon zuvor ein persönlicher und "amtlich" beauftragter Eiferer gewesen. Diese Qualität verließ ihn nicht, weil er ein außerordentlich leidenschaftlicher Mensch war. Nur das Objekt seines Eifers wurde ein anderes. Als Krieger setzte er sich ein neues Ziel. Das Gehasste wurde zum Geliebten, das Bekämpfte wurde zum Gepredigten.

Er selbst hat nach diesem Erlebnis und im Laufe seiner Missionstätigkeit oft hervorgehoben, er sei bereits von Geburt an oder gar bereits im Mutterleib zum Propheten bestimmt gewesen. Während seiner militanten Bekämpfung der im Entstehen begriffenen, kaum einmal zwei oder zweieinhalb Jahre bestehenden Christenbewegung hätte er das gewiss noch nicht von sich behauptet. Die prophetische Identität, die er nach der Vision in sich zu spüren begann, war in der Tat eine Berufung. Sie war ein Auftrag in größerem Zusammenhang, etwas, das nicht allein aus ihm und in ihm allein entstanden ist, nicht nur ein Entwicklungsschritt seiner Persönlichkeit. Er wurde dadurch zum Träger eines neuen Auftrags und antwortete mit aller Macht, mit Leib und Seele, auf diese Berufung. Nur er allein hatte ja dieses eingebrannte und energiespendende visionäre Erlebnis gehabt.

Einige Mitmenschen trugen die Folgen dieser Wandlung gemeinsam mit ihm. Sie konnten allerdings nur wie Monde das Licht seiner Sonne empfangen. Aber Paulus war nicht nur Missionar und Apostel, er war auch ein zutiefst erschütterter und liebebedürftiger Mensch, der sich nach Kameradschaft, Gemeinschaft und Zuneigung sehnte. Nicht nur, wenn er eine neue Gemeinde gründete in weit entfernten Städten, bei Fremden zu Gast war oder auf den langen Schiffsreisen, sondern auch im Gefängnis, auf seinen beschwerlichen Fußwanderungen, vor Gericht. Gefährten wie Timotheus und Silas reisten eine Zeitlang mit ihm und bei ihm und spendeten ihm Trost. Timotheus verfügte außerdem über einen griechisch geprägten Bildungshintergrund, den die meisten frommen Juden nicht im selben Maße besaßen. Paulus benötigte schließlich niemanden, der mit ihm über die heilige Schrift diskutierte. Sie war seit der Jugend sein täglich Brot, er kannte sie in- und auswendig. Wohl aber brauchte er Menschen, die das griechische Denken mit ihm teilen konnten, denn er speiste seine Geistigkeit aus beiden Quellen, und seine Intellektualität wurde durch den griechisch-philosophischen und kulturellen Hintergrund oft tiefer befriedigt als durch das Studium und die Diskussion der Schriften. Seine Identität wurzelte jedoch weiterhin tief im Judentum, über Familie und Erziehung sowie über seine geistige Herkunft aus dem Pharisäertum, und er hat diese Bindung auch niemals in Frage gestellt. Paulus wirkte ganz aus seinem innersten Auftrag und aus seinen eigenen Einsichten heraus. Trennen kann man diese zwei Ströme seiner geistigen Arbeit nicht, aber oftmals war er zudem in einer Weise inspiriert, die einem medialen Kontakt mit transzendenten Kräften gleichkommt. Er hätte es so nicht benannt, doch wann immer er allein war oder Schmerzen hatte oder gepeinigt wurde oder sich mit der ständigen Verfolgung auseinandersetzen musste, die nun ihm selber zuteil wurde, so wie er vorher Christen verfolgt hatte, entgrenzte er sich als sehr Alte Seele automatisch und war in diesem Zustand empfänglich für die Weisungen nicht nur seiner Seelenfamilie, sondern auch noch anderer Kräfte, die ihm den Rat und die Liebe schenkten, die er dann an seine jungen Gemeinden weitergeben konnte. Das alles ist nicht zu trennen. Er war ein Mensch, der sich für diese Art von Inspiration anbot und eignete. Er stellte zur Verfügung und es wurde über ihn verfügt.

Sein Wirken entsprach durchaus den Intentionen der Kausalen Welt. Die Transzendenz macht nicht so gezielt ihre exakten Pläne, wie viele glauben. Sie ist nicht fokussiert, sondern stellt ein Energiefeld zur Verfügung, das gegebenenfalls ein anderes Energiefeld zur Resonanz bringt. Dieselbe Art von Missionerfolg wäre Paulus - mit einer vergleichbaren Inspiration durch kausale Kräfte - in seinem jüdischen Stammland niemals gelungen. Denn das, was er verkündete, konnten die Einheimischen nicht denken. Sie waren zu sehr geprägt von ihren überlieferten und traditionellen Vorstellungen, und sie waren nicht auf der Suche, nur in Erwartung der letzten Tage, während die zunächst wenigen Empfänglichen in Korinth, in Thessaloniki, Philippi und an anderen Orten spirituell auf einer unbestimmten Suche waren und eine innere Leerstelle zur Verfügung stellten, in die etwas Neues hineinfließen konnte. Das war in Jerusalem und Galiläa nicht in derselben Weise gegeben. Jesus selbst hatte dort verhältnismäßig wenig Resonanz für seine eigentliche Botschaft der Liebe gefunden. Seine Hauptresonanz basierte auf den Wundertaten, von denen viel geredet wurde, und war vor allem ein Ergebnis seiner überwältigenden Ausstrahlung als Seele Alt 7. Paulus wusste wenig von dem, was Jesus wörtlich gesagt und verkündet hatte. Aber er war bereits mit einer neuen Haltung, mit einer Vorstellung von einem eher barmherzigen als strafenden Gott in Berührung gekommen, einem eher liebenden als verurteilenden Gottvater; und die Vorstellung, dass das Göttliche sich in Menschengestalt manifestieren kann, war für Paulus - unabhängig von den Äußerungen, die Jesus getan hatte - gemäß seines griechisch-antiken Denkens verständlich. Er wusste anfangs recht wenig von der Gottessohnschaft Jesu und von seiner Auferstehung. Mehr darüber erfuhr er erst anlässlich seines kurzen Besuchs bei der Jerusalemer Gemeinde, und man weiß, dass es seinerzeit auch zu Konflikten und Divergenzen kam. Danach hat sich aber der Inhalt seiner Predigt angereichert und verändert.

Für einen Menschen auf der Entfaltungsstufe Alt 5 sind Güte, Großherzigkeit, Barmherzigkeit, Mitgefühl, Gemeinschaftlichkeit, die Kommunikation im Gebet, Mahlgemeinschaften ein existenzielles Bedürfnis; und vieles mehr, was der umfassenden, energetisch üppigen, in diesem Seelenalter gedoppelten Energie 5 entspricht. Das konnte und kann man bei den Jüngern und Aposteln Jesu in Jerusalem nicht voraussetzen - abgesehen davon, dass sie sich aus ganz anderen Gründen als Gemeinschaft konstituiert hatten: Sie waren Zeugen der Auferstehung, oftmals Angehörige des Gekreuzigten, Menschen, die ihn lieb gehabt hatten. Aktive Mission war in diesen ersten Jahren nicht die primäre Intention der Mehrzahl der Jünger, trotz ihres Auftrags: "Gehet hin und lehret alle Völker..." Sie gedachten nicht, durch geistige Arbeit fremde Menschen für ihre Überzeugungen zu gewinnen. Zwar sind einige Apostel nach verschiedenen Gegenden ausgeschwärmt, um Zeugnis abzulegen von der Auferstehung, aber sie haben niemals geistig durchdrungen, was da passiert war, welche Bedeutung es haben konnte für die zukünftige Menschheitsgeschichte und die Bevölkerung der Erde außerhalb des jüdischen Kernlandes.

Die historische und theologische Unsicherheit über den Tod des Apostels Paulus ist entstanden, weil sein Ableben - zum Leidwesen der in Rom entstehenden Gemeinde - ganz und gar unspektakulär war. Er wurde keineswegs während der Christenverfolgung unter Nero zum Märtyrer, sondern ging ganz einfach, wie viele andere Menschen seinerzeit, an einem infektiösen Fieber zugrunde. Er war bereits über 60 Jahre alt. Ein banales Virus hat seinen schon seit langem geschwächten Körper dahingerafft. Es war eine einfache Erkrankung, die ihn in Verbindung mit Erschöpfung und Altersschwäche innerhalb weniger Tage sterben ließ. Sein Wohnplatz war kein Kerker. Er lebte in einer Wohnung, in der er zwar unter Aufsicht stand, aber jederzeit Besuch empfangen und sich frei bewegen konnte. So kam es zur Ansteckung.

Nicht einmal beim besten Willen hätte man ihn zum öffentlichen Märtyrer im Circus stilisieren oder etwa behaupten können, er sei in Folge eines endlich erfolgten Gerichtsurteils durch das Schwert umgekommen. Wäre es so gewesen, hätte man es selbstverständlich tradiert und etwas Bedeutsames daraus gemacht. Eine Legende wäre entstanden. Die Geschichte der Apostel hätte davon berichtet.

Mitleid und Mitgefühl

Du kannst lernen, Mitleid von Mitgefühl zu unterscheiden durch Selbstbeobachtung. Mitleid, so wie ihr es versteht, verändert deine Energiestruktur hin zu einer Frequenz, die niedriger ist als deine Ausgangsposition. Mitleid zieht dich herunter. Mitleid macht dich unglücklich. Mitleid stärkt dein Ego in dem Bewusstsein, dass du mit dem leidest, der leidet.

Mitleid gibt dir ein Gefühl von Größe, weil es dein Herz weniger berührt als deinen Geist. Mitleid kommt sehr häufig aus der unüberprüften Vorstellung, dass der andere von deinem Mitleid profitieren kann, oder dass Mitleid in bestimmten Situationen einfach angesagt ist - als eine grundanständige mitmenschliche Reaktion. Wenn du also dich selbst beobachtest, dann spüre nach, ob du dich beim Mitleiden schlechter fühlst als vorher, ob du dich trauriger fühlst oder auch unglücklicher, ob du mit dem anderen leidest, ohne sein Leid mindern zu können. Schau, ob du dich dabei ertappen kannst, dass du stolz bist darauf, wie viel Mitleid du hast, wie erhebend und wunderbar dieses Gefühl dir vorkommt.

Mitgefühl hingegen transformiert deine Energie nach oben. Mitgefühl lässt dich eine Wärme, eine kaum bekannte Freude empfinden darüber, dass du empfinden kannst, wie ein Mensch sich dir in seinem Leid öffnet, ohne dass du dich von ihm oder von dir selbst gezwungen fühlst, sein Leid zu teilen. Mitgefühl lässt dir Wege offen, Anteil zu nehmen, ohne dich zu identifizieren. Mitgefühl ist kreativ. Mitgefühl lässt sich etwas einfallen, um das Leid des Leidenden zu lindern anstatt es zu teilen und damit zu vergrößern.

Leid wird oft falsch verstanden als etwas, das kleiner wird, wenn man es teilt. Leid wird größer, wenn man es durch Mitleid teilt. Leid ist wie ein Regenwurm, der beginnt nachzuwachsen und sich zu vervielfältigen, wenn man ihn in Stücke zerhackt. Leid ist auch ein Wurm, der nagt. Und Mitleid ist eine verkappte Form der Angstbewältigung. Denn nur die Angst, dass du selbst einmal so leiden müsstet wie derjenige, dem es jetzt schlecht geht, lässt dich an seinem Leid Anteil nehmen, meistens in der Hoffnung, dass euch dies Leid selbst erspart bleiben möge. Und viele von euch empfinden Mitleid gepaart mit dem Gedanken "So etwas würde mir nie passieren. Ich muss deshalb helfen, damit ich immun werde gegen solches Leid".

Und Mitleid maskiert sich häufig als Herablassung, die kaum merklich ist, denn Herablassung lässt euch das angenehme Gefälle empfinden zwischen dem, der nicht leidet und dem, der leidet. Anstatt zu begreifen, dass jeder Mensch das Recht hat auf das Leid, das ihm zukommt, und auch jeder Mensch das Recht hat, nicht zu leiden, wenn es nicht seine Zeit zum Leiden ist, wendet ihr euch dem Leidenden zu aus dem Wunsch, eigenes zukünftiges Leid abzuwenden, wenn es für euch an der Zeit sein sollte, sich ihm zu stellen.

Mitgefühl - um das noch einmal zu betonen - ist eine stille Form des Trostes. Mitgefühl ist nie stolz darauf, nicht in derselben Situation zu sein. Mitgefühl verbessert energetisch die Lage des Leidenden. Der Leidende fühlt sich emporgezogen, anstatt mit dem Leid des Mitleidenden zusätzlich belastet zu sein. Wenn du also spürst, dass dir etwas einfällt, um einen Menschen zu trösten, ohne selbst in eine schlechte Stimmung zu kommen, ohne große Opfer bringen zu müssen, die du dir mühsam abringst, ohne dass du hinterher mit einem Gefühl der Befriedigung an deine Brust klopfen kannst, um dir zu sagen, was du für ein guter, guter Mensch bist, weil du solche Opfer gebracht hast - dann kannst du sehr wohl zwischen Mitgefühl und Mitleid unterscheiden.


Englische Übersetzung:

Pity and Sympathy

You can learn to distinguish pity from sympathy through self-observation. Pity, as we understand it, lowers your energy frequency. Pity drags you down. Pity makes you unhappy. Pity strengthens the ego in the belief that it is good to suffer along with the one who is suffering.

Pity provides a feeling of greatness because it touches your heart less than your mind. Pity emanates very often from the invalid idea that others can benefit from it or that pity in certain situations is simply called for as a basic human reaction. When you observe yourself, test whether you feel better than before when you pity someone, or if you feel sadder or unhappier when you pity someone, without easing his suffering. Test whether or not you feel proud of how much pity you display, and how uplifting and wonderful this feeling is to you.

Sympathy, in contrast, transforms your energy upwards. Sympathy creates a warmth, an almost unknown happiness over the fact that a person who is suffering opens himself to you without your having to take part in his suffering. Sympathy leaves a path open to share in the suffering without identifying with it. Sympathy is creative. Sympathy creates the possibility of easing suffering without taking part in it and thereby increasing it.

Suffering is too often misunderstood as something that will become less when it is shared. Suffering becomes greater when it is paired with pity. Suffering is like an earthworm which begins to grow again and multiply itself when one hacks it into pieces. And pity is a way of combating fear. Then it is only the fear that you one day must suffer as much as the one who is suffering now that leads you to take part in his suffering, in the hope that in the future you will be spared this suffering. And many of you express pity together with the idea that "Something like this should never happen to me. I therefore have to help in order that I become immune to such suffering."

Pity often masquerades as condescension which is hardly noticeable because condescension creates a pleasant gulf between the person who doesn´t suffer and the person who is suffering. Instead of understanding that every person has the right to the suffering which he encounters and that every person has the right not to suffer, when it is not his time to suffer, you turn to the suffering person in the desire to avoid future pain. This is intended to avoid suffering in the future when it is your time to suffer.

Sympathy - to be stressed again - is a peaceful form of comfort. Sympathy is never proud of not being in the same situation. Sympathy energetically improves the situation of the person who is suffering. The suffering person feels uplifted instead of being burdened by the pity of the other. So when you feel that you can comfort someone without falling into a bad mood, without becoming a victim who feels like beating his breast and declaring what a wonderful person he is because he has made such an emotional sacrifice - then you can very well make the distinction between pity and sympathy.

Die Frage einer alten Frau:

Was geschieht eigentlich nach meinem Tod mit meiner Persönlichkeit, mit meinem Ich, mit meinen Ecken und Kanten?

Alles was du bewirkt hast; alles was du erlebt hast; alles was dein aktuelles Ich geschaffen, gelitten, erdacht und vollbracht hat, bleibt erhalten. Um zu leben und zu er-leben war ja dein Ich aus der Geborgenheit seines Selbst, seiner Seelenfamilie, herausgetreten. Es hat sich inkarniert um diesem Selbst etwas Neues hinzuzufügen – Erfahrungen, die nur ein lebendiges Ich machen kann und die das Selbst braucht, um sich mit Erkenntnis, mit Liebe, mit Weisheit, mit Er-leben jeder Art anzureichern. Denke nicht, dass der Aspekt, den du deinen Schatten nennst, vom Allganzen nicht gebraucht wird! Selbstverständlich bewirkt gerade die Tatsache, dass ein lebendiger Mensch sich so oder so verhalten kann, dass er lieben oder hassen kann, die notwendige Anreicherung des Selbst.
Nichts geht verloren. Jeder Gedanke den du denkst, jedes Lächeln das du schenkst, jede Fantasie die dich durchströmt, jede Wahrnehmung, Empfindung oder Wirkung ist verzeichnet – aber nicht in einem Strafregister! Auch jede Zornesfalte die deine Stirn kraust und die du dich nicht zu zeigen traust ist ein wertvoller Beitrag zum Ganzen. Jede Angst die du hast, jedes freudige Gefühl das du äußerst oder unterdrückst, ist wesentlich.
Die Seele lässt ihr Leben hinter sich. Doch dein Ich, deine Persönlichkeit bleibt in einem kollektiven Bewusstheitsraum gespeichert. In diesem immens großen Archiv gibt es keine Unterscheidung zwischen wichtig und unwichtig. Gelebt ist gelebt und immer wichtig!
Dein Ich braucht keine Läuterung und erfährt keine Bestrafung. Es ist wertvoll so wie es ist. Auch deine Seele wird nicht gestraft für das was sie sich an Leben zugemutet hat. Deine inkarnierte Seele hat Körper, Geist und Psyche. Daraus entsteht ein Ich. Dieses Ich ist ein Kunstwerk. Es ist geworden aus vielerlei einzelnen Zutaten. Es ist ein Juwel, und die Seele ist sein Juwelier. Missachte nicht dein Ich! Nimm es in deine Arme, wiege es wie ein Kind, das deine Seele geboren hat – ein Wunderwerk der Schöpfung.


Was ist eigentlich Meditation?

Meditation ist ein Zustand der Ruhe. Diese Ruhe führt unmittelbar zu einer Entgrenzung. In der Entgrenzung entsteht ein Kontakt. Dieser Kontakt ist andersartig als alle anderen Kontakte, die hergestellt werden in anderen Ruhezuständen. Er unterscheidet sich vom Traum, er unterscheidet sich von einer Einsicht, die gewonnen wird, wenn zwei Menschen miteinander kommunizieren durch Worte oder durch Berührungen.

Meditation ist in jedem Fall ein Zustand der Entspannung, der nicht in den Schlaf führt, sondern zu einer erhöhten Aufmerksamkeit, einer Wachsamkeit und Bewusstheit, die dem Tagesbewusstsein des Alltags, mit dem ihr eure Arbeiten verrichtet und eure Vergnügen genießt, einen neuen Aspekt abgewinnt.

Meditation heißt auch Geschehenlassen, Geschehenlassen in diesem Zustand der Ruhe und Entspannung, was immer geschehen will. Das bedeutet auch, wenn ihr euch zwingt, still zu sitzen, wenn Bewegung geschehen will, wenn ihr euch zwingt, die Augen geschlossen zu halten, wenn sie sich öffnen wollen, wenn ihr euch zwingt, eine unbewegte Miene zu zeigen, wenn ihr bewegt seid, handelt es sich nicht um Meditation sondern um eine Übung in Unterdrückung.

Wir wollen damit sagen: Meditation ist ein natürlicher Impuls, der jedem Menschen innewohnt, und den man zulassen oder unterdrücken kann. Eine Technik ist nicht von Nöten, um diesen natürlichen Zustand herbeizuführen. Eine Technik ist nur dafür gut, eine Erkenntnis über das herbeizuführen, was euch natürlich ist. Und die Techniken sind beliebig. Es gibt keinen Königsweg, es gibt keinen Bettlerweg. Die Techniken sind so beliebig und so vielfältig, wie ihr selbst seid.

Für jeden von euch wäre eine andere Technik, eine andere Vorbereitung, ein anderer Weg sinnvoll. Doch wissen wir wiederum, dass ein solcher Vorschlag, wie wir ihn euch machen, nicht praktikabel ist. Also erkennen wir, dass es Methoden gibt, die für eine große Anzahl von Menschen zu einer Ruhe und einer Entspannung führt, die sie vorher nicht gekannt haben und eine andere Methode wiederum für eine andere Gruppe von Menschen einen Zustand herbeiführt, der ihnen angenehm ist und sie zu einer Erkenntnis bringt.

Wenn wir aber sagen, dass Meditation ein natürlicher Zustand ist, bedeutet dies auch, dass Millionen, ja Milliarden von Menschen täglich in diesem Zustand verweilen, ohne je zu meditieren oder überhaupt je von Meditation gehört zu haben. Wer immer Augenblicke der Ruhe kennt oder sucht, und die ihm gemäße Form findet, einen Kontakt mit sich selbst, mit seiner Seelenfamilie oder mit anderen Instanzen seines Bewusstseins herzustellen, ist in Meditation.

Dies kann bei der Hausarbeit geschehen, auf dem Felde, auf dem Krankenlager, am Fließband, beim Lesen eines Buches, beim Sport. Es gibt keine Einschränkung, es gibt kein Verbot oder Gebot, um diesen Zustand zu erreichen. Alkohol kann helfen, Drogen können helfen, diese Augenblicke zu verlängern. Allerdings ist es selten möglich, die gewonnenen Kontakte und Einsichten im Bewusstsein zu verankern, wenn der entgrenzte Zustand durch künstliche Mittel der Bewusstseinserweiterung erreicht wurde.

Manche Menschen müssen ruhen, um Ruhe zu finden, andere wiederum müssen sich bewegen. Dies hängt ab von ihrer Seelenstruktur, von ihrem Bedürfnis, das eine oder andere zu tun, von ihren Zielen, z.B. ob sie nur ihre Nerven beruhigen wollen oder einen Kontakt zu ihrem Gott herstellen möchten, ob sie sich selbst finden mögen oder Zugang zu einem anderen Menschen suchen. Nichts ist geboten und nichts ist verboten. Es handelt sich um einen natürlichen Zustand, der in jedem von euch latent vorhanden ist. Ebenso wie das Schlafbedürfnis, lässt sich das Bedürfnis nach Meditation nicht auf Dauer unterdrücken. Nun ist es so, dass die einen es Meditation nennen und auch gerne diesen Zustand pflegen und die anderen nennen ihn nicht Meditation und pflegen ihn genauso.

Und dann gibt es ganz besonders in eurer westlichen Hemisphäre eine Anzahl von Menschen, die versuchen, auf Meditation ebenso zu verzichten wie auf Schlaf. Ihr kennt nicht wenige, die unter Schlaflosigkeit leiden oder ständig zu wenig nächtliche Ruhe oder zur falschen Zeit diese Ruhe finden. Und ebenso ist es auch mit der Meditation, dass es vergleichbar einer Schlaflosigkeit auch eine Meditationslosigkeit gibt oder einen angespannten Zustand, der einem Meditationsmangel gleichkommt.

Und so wie gegen Schlaflosigkeit nicht immer ohne weiteres etwas zu machen ist, weil sie nicht selten ihren Sinn hat in einer Ökonomie der Psyche, so lässt sich auch gegen die Meditationslosigkeit nicht immer mit Gewalt, mit Techniken und Methoden etwas unternehmen. Allerdings, wenn der Tag gekommen ist, dass die Meditationslosigkeit sinnvoll behoben werden kann, gibt es zwei wichtige Ansätze. Und wiederum vergleichen wir es mit der Schlaflosigkeit: Meditationslosigkeit kann man begegnen, indem man für eine Weile einen Wandel in der Lebensführung vornimmt, so wie ein Schlafloser oft im Urlaub, oder wenn er lange Zeit nicht in Anspruch genommen wird von der Arbeit und von der Familie in der Regel besser schläft, so kann auch ein meditativer Zustand in natürlichem Sinne wieder eintreten, wenn ein Mensch, der überspannt ist und von dieser Natürlichkeit abgetrennt, sich eine Entspannung gönnt, die seinem normalen Lebenswandel entgegengesetzt ist. Und je länger die Meditationslosigkeit angehalten hat, je länger muss die Erholungsphase dauern.

Wie es denn notwendig ist, eine Schlaflosigkeit zuweilen mit Medikamenten zu behandeln, so ist es auch notwendig, eine Meditationslosigkeit zuweilen mit Meditationstechniken zu behandeln. Seht also Techniken, die sehr stark angespannte Menschen brauchen, um ihre Natürlichkeit wieder zu gewinnen, wie ein Schlafmittel, wie eine Tablette, die sie einnehmen müssen, um überhaupt wieder zu erkennen, was Schlaf ist, was Erholung bedeutet, wie sie sich fühlen können, wenn sie eine ganze Nacht ruhig durchgeschlafen haben und in ihre natürliche Rhythmik wieder eintreten. Eine Meditationstechnik hat dieselbe Wirkung.

Wer also spürt, daß er angespannt ist und nicht von selbst wieder in die Ruhe zurückpendelt, die die Anspannung dual ergänzt, braucht eine Technik. Aber die Technik ist nicht die Meditation selbst, ebensowenig wie die Schlaftechnik nicht der Schlaf selbst ist.

Frank: Wir haben jetzt viel über Technik gehört. Um das jetzt praktisch auch auswerten zu können wäre es wichtig zu wissen, kann man etwas genauer sagen, wie die Matrix eines Menschen mit den möglichen Techniken oder den natürlichen Meditationsformen zusammenhängt?

Eine junge Seele, die zum ersten Mal ihre eigene Anspannung feststellt, wird mit einer Technik, die in erster Linie die Bewusstheit fördert und die Selbstbeobachtung nicht viel anfangen können. Was ihr guttut ist meditatives Malen, ist die Arbeit mit Mantren, sind Gehmeditationen, Gartenarbeit und Rudern.

Eine reife Seele braucht einen Gegenstand. Dieser Gegenstand, dieses Objekt kann bestehen in einem Gedanken, in einem Gefühl, in einem Vorbild, in einer Idee, in dem Wunsch, einen bestimmten Zustand zu erreichen, aber auch in der Vorstellung, bestimmte Teile des Körpers in besonderer Weise zum Zentrum des Interesses zu machen. Den Bauch, das Herz, das dritte Auge, die Füße, die Hände. Die reife Seele liebt Meditationsformen und auch Techniken, die ihr helfen, eine Konzentrationsfähigkeit, die sie ohnehin besitzt, auf bestimmte Bereiche zu richten, um sie besser zu erkennen und Einsichten zu gewinnen, die ihr helfen, ihr Leben zu gestalten. Was innerhalb solcher Momente der Einsicht geschieht, ist vor allem Überraschung. Der Kontakt mit der inneren Wahrheit, der sich unmittelbar ergibt, wird durch zentrierte Aufmerksamkeit hergestellt. Das Nachdenken, das Nachfühlen, das Nachsinnen über bestimmte Inhalte und Objekte ist in dieser Phase besonders wohltuend.

Wie dies geschieht, ob in einem körperlichen Ruhezustand oder in Bewegung, durch Aktivität verschiedenen Ausmaßes oder den Wechsel von Bewegung und Ruhe, das ist gleichgültig. Die Arbeit, die ein Jeder in seinem Leben leistet, ist förderlich, wenn sie mit der Betrachtung von Vorstellungen, Ideen, Gedanken und Vorbildern verknüpft wird. Es gibt keinen Bereich des Lebens, der von Meditation ausgeschlossen bleiben muss. Da es sich um einen natürlichen Zustand handelt, der alle Aspekte von Lebendigkeit begleitet und latent unablässig vorhanden ist, durchwebt er auch alle Bereiche des Lebens und ist nicht reserviert für die eine Stunde oder die eine Minute, die ein Mensch dieser inneren Haltung bewusst reserviert.

Alte Seelen haben vor allem ein Interesse und dieses Interesse nimmt mit fortschreitendem Seelenalter zu. Sie wollen ihre eigene Identität erkennen, um sie zugleich zur Auflösung zu bringen. Dies ist ein schrittweiser Prozess, der sich ebenfalls unablässig vollzieht. Es gibt für eine alte Seele gar nicht die Möglichkeit, sich ihm zu entziehen, die Selbsterkenntnis durch Geschehenlassen, und die Auflösung durch Geschehenlassen ist ihr Lebenselixier.

Wir möchten euch jedoch vor einem Missverständnis warnen. Nur wenige, auch unter den alten Seelen, vollziehen diesen Prozess mit Hilfe einer bewussten Lenkung oder durch kognitive Einsichten. Alte Seelen meditieren mit größter Befriedigung durch Augenkontakt mit einem anderen Menschen, denn darin erkennen sie sich selbst als Teilaspekt einer gewaltigen Ganzheit. Auch die Betrachtung der Wunder der Schöpfung mit offenen oder geschlossenen Augen beglückt sie sehr. Je älter eine Seele wird, um so unkonventioneller werden ihre Mittel und Methoden sich mit sich selbst, der Seelenfamilie und dem großen Ganzen verbinden.

Frank: Welche Funktion hat ein Leiter oder Meister bei der Meditation?

Er stellt seine innere Ruhe und seine Fähigkeit zur Entspannung all denen zur Verfügung, die sich emotional, mental oder technisch auf seine Führung einlassen. Die Erfahrung mit den vielfältigen Kontaktmöglichkeiten, die ein wahrer Lehrer und Meister mitbringt, stellt er liebevoll zur Verfügung. Er kreiert einen Energiebereich, in dem mehr Ruhe und Entspannung, mehr Selbsterkenntnis und mehr Kontakt, mehr Freude und mehr Ernst ermöglicht werden.

Frank: Manche östliche Traditionen legen einen großen Wert darauf, dass die Meditation ein Königsweg zur Erleuchtung ist, was meint ihr dazu?

Menschen, die in den Zivilisationen der westlichen Erde verankert sind, denken seit jeher über sich und die Welt nach. Den Menschen der östlichen Hemisphäre ist dieses Nachdenken, dieses Reflektieren, dieses Zweifeln und Rechten, das Hadern und Wünschen weitgehend fremd.

Seine Zivilisation erzieht ihn nicht dazu, Fragen zu stellen. Dafür wird ein ebenso wichtiger Teilbereich der menschlichen Existenz in anderer Weise gelebt und betont, der wiederum den westlichen Menschen immer unzugänglicher wird. Es sind die Grundphänomene des Lebens, besonders die Vergänglichkeit, die Krankheit, der Tod und der unmittelbare Genuss von Nahrung als Nahrung - nicht das Verzehren von Luxusgütern, wenn es 1 Uhr mittags ist - die Wahrnehmung der natürlichen Rhythmen des Tagesablaufs usw.

Falls nun - und darauf wollen wir hinaus - ein Mensch oder viele Menschen gar nicht gewohnt sind, über sich nachzudenken und das eigene Sein, das Handeln und Erleben zu befragen, an der Realität seiner Wahrnehmungen zu zweifeln, wird ihm jede kognitive Bereicherung ganz unabhängig von seiner Intelligenz wie eine Erleuchtung vorkommen. Wenn ein Mensch nicht gewohnt ist, mit Widersprüchen zu leben und Gegensätze zu pflegen, wird ihm die Aufhebung von Gegensätzen, das Ineinanderfallen von Widersprüchen nicht als etwas Besonders vorkommen. Für den Menschen der östlichen Hemisphäre ganz allgemein gesprochen ist alles eins. Wenn ein solcher Mensch ein Erlebnis der Einsicht in das große Ganze erhält, geht ihm in aller Regel die Zweiheit auf. Den Menschen der westlichen Hemisphäre hingegen tut sich ein Blick in die Einheit auf. Er erlebt das ganz Andere. Beide komplettieren ihre duale Struktur. - Müsste man weit ausführen.

Frank: Unsere Lage ist ja, daß wir diese östlichen Meditationstechniken zum Teil als etwas sehr Großartiges und etwas sehr Wertvolles interpretieren und auch gewisse Erwartungen daran knüpfen, die zum Teil auch durch östliche Traditionen genährt werden, und wo dann nach meinem Eindruck häufig eine Enttäuschung einsetzt, wenn das nicht so funktioniert, wie versprochen.

Wir müssen ein wenig ketzerisch argumentieren, um euch eine Hilfe zum Verständnis dieses Phänomens zu geben. Wenn zwei Menschen gewohnt sind, miteinander über Buschtrommeln zu kommunizieren, kommt ihnen ein Telefon wie etwas Überirdisches oder etwas Göttliches vor. Wenn ein Mensch nach langem Herumirren im Nebel eine Kerze brennen sieht, ist dieses Licht für ihn eine Erlösung. Aber es gibt auch Scheinwerfer, die ein ganzes Fußballfeld erleuchten können. Es gibt den Mond der eine ganze Erdhälfte in Licht taucht.

Es kommt also für jeden Menschen immer darauf an, wo er beginnt. Jeder von euch kann diese Erleuchtungserlebnisse, die wir beschreiben, erleben und für sich in Anspruch nehmen. Dieses jedoch als etwas Endgültiges zu bezeichnen wäre genauso, als wollte derjenige, der endlich im nebligen Dunkel die Kerze erblickt, dieses Licht für die Sonne halten.

Geht also immer davon aus, dass ihr, ein jeder von euch, auf jeder Stufe eurer seelischen Entwicklung und mit jeglicher Kombination des Seelenmusters eine eigene Empfindung von Erleuchtung entwickelt und dass niemand mehr Licht ertragen kann, als seine augenblickliche Empfindlichkeit erlaubt.

Wart ihr lange in einem dunklen Zimmer eingeschlossen, wird euch schon ein winziger Lichtstrahl, der plötzlich durch einen Ritz in der Wand fällt oder durchs Schlüsselloch, vollkommen blenden. Gleichzeitig gibt er euch Hoffnung, eine Hoffnung, die ihr schon aufgegeben hattet. Und andere können am Äquator tagtäglich die sengende Sonne ertragen, ohne zu erblinden. Es gibt aber keinen Unterschied in der Qualität des Erlebens. Für den einen ist es so und für den anderen ist es anders.

Wenn ihr beginnt zu vergleichen und andere um ihre Fähigkeit zu beneiden, dies oder jenes ausgehalten zu haben, dann begebt ihr euch der Möglichkeiten, das schätzen zu lernen, was ihr erleben könnt. Stellt euch also unter Erleuchtung nichts Konkretes, Definiertes oder Deformierbares vor. Strebt danach, eure eigene Erkenntnis zu finden. Nur sie ist gültig, nur sie ist wertvoll. Die Erkenntnisse eines anderen Menschen sollten euch gestohlen bleiben.

Frank: Eine Frage, die ich euch schon lange stellen wollte. Ich würde gern von euch einen Witz hören. Gleich zu diesem Thema, einen kosmischen Witz.

Gucken wir mal was kommt. Da kommt nichts. Da muss ich wohl selbst erst erleuchtet werden. Frank: Woran liegt das, an meiner Frage? Ich glaube, da versagt die Struktur des Mediums. Frank: Eine andere Frage? Nein, es hat damit nichts zu tun, ich weiß nicht, es kommt nichts. Vielen Dank.

Es kommt noch etwas auf dem Band. Ich weiß nicht, ob es dazu gehört. Ich schreibe es einfach mal.

Säugling-Seelen und Kind-Seelen sind auf ganz natürliche Weise meditativ und erst Junge Seelen, die in diesem kriegerischen Zustand sich an die Grenzen ihrer Möglichkeiten fordern und auch überfordern werden zum ersten Male nervös. Kind-Seelen und Säugling-Seelen kennen keine Nervosität, sie kennen höchstens Nervenkrankheiten.

Ist man aber nicht nervös ist, verspürt man kein Bedürfnis nach irgendwelchen strukturierten Meditationsformen. Ja, also wenn man ruhig ist, braucht man keine Ruhe zu suchen. Wenn man entspannt ist, ist es nicht nötig, entspannte Zustände zu kreieren außerhalb des Tagesablaufs. Wichtig war mir eben, dass die sozusagen von unserer Sicht nicht einmal Nerven haben.

Frank: Ich vermute mal, dass Junge Seelen auch harte Disziplin fordernde Meditationen bevorzugen.

Ja, genauso ist es auch.


Die Seelen-Matrix in Beispielen

Drei Bundespräsidenten

Horst Köhler
König, Ungeduld mit Hochmut, Unterordnen, Vorsicht, Skeptiker, motorisch-intellektuell, Reif 5
7 7/6 3 2 2 7/2 4/5

Christian Wulff
Gelehrter, Ungeduld mit Märtyrertum, Beschleunigen, Macht, Idealist, intellektuell-emotional, Reif 4
4 7/3 6 5 5 2/1 4/4

Joachim Gauck
Weiser, Ungeduld mit Starrsinn, Akzeptieren, Leidenschaftlichkeit, Spiritualist, intellektuell-emotional, alt 1
5 7/4 5 6 6 2/1 5/1

Drei Päpste

Papst Franziskus
Weiser, Ungeduld mit Starrsinn, Akzeptieren, Leidenschaftlichkeit, Idealist, emotional-motorisch, Reif 4: „Aus Liebe auf Wesentliches verzichten“.
5 7/4 5 6 5 1/7 4/4

Papst Benedikt XVI.
Heiler, Starrsinn mit Hochmut, Ablehnen, Macht, Idealist, intellektuell-emotional, Reif 3: „Einem schlechten Herrn treu dienen“.
1 4/6 2 5 5 2/1 4/3

Papst Johannes Paul II.
Weiser, Starrsinn mit Selbstverleugnung, Unterordnen, Ausdauer, Pragmatiker, motorisch-intellektuell, Reif 4: „Aus Liebe auf Wesentliches verzichten“.
5 4/1 3 3 4 7/2 4/4



NEUERSCHEINUNG
Juni 2016








ISBN 978-3-442-22116-5



ISBN 978-3-95631-053-9



ISBN 978-3-7357-2430-4



ISBN 978-3-442-22048-9




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