Eine BOTSCHAFT DER QUELLE
Der folgende kurze Beispiel-Text der "Quelle" zur Unterscheidung von Mitleid und Mitgefühl, als Antwort auf die Frage eines Gruppenteilnehmers, ist für Besucher unserer Homepage gedacht, die unsere Arbeit noch nicht kennen. Er hilft, sich einen ersten Eindruck zu machen über Art und Qualität der medialen Botschaften, über unsere Bewusstseins-Arbeit in der Gruppe, aber auch über Ziele und Inhalte unserer Seelenforschung.
Zur weiteren Information empfehlen wir unsere Buchveröffentlichungen.
Mitleid und Mitgefühl
Du kannst lernen, Mitleid von Mitgefühl zu unterscheiden durch Selbstbeobachtung. Mitleid, so wie ihr es versteht, verändert deine Energiestruktur hin zu einer Frequenz, die niedriger ist als deine Ausgangsposition. Mitleid zieht dich herunter. Mitleid macht dich unglücklich. Mitleid stärkt dein Ego in dem Bewusstsein, dass du mit dem leidest, der leidet.
Mitleid gibt dir ein Gefühl von Größe, weil es dein Herz weniger berührt als deinen Geist. Mitleid kommt sehr häufig aus der unüberprüften Vorstellung, dass der andere von deinem Mitleid profitieren kann, oder dass Mitleid in bestimmten Situationen einfach angesagt ist - als eine grundanständige mitmenschliche Reaktion. Wenn du also dich selbst beobachtest, dann spüre nach, ob du dich beim Mitleiden schlechter fühlst als vorher, ob du dich trauriger fühlst oder auch unglücklicher, ob du mit dem anderen leidest, ohne sein Leid mindern zu können. Schau, ob du dich dabei ertappen kannst, dass du stolz bist darauf, wie viel Mitleid du hast, wie erhebend und wunderbar dieses Gefühl dir vorkommt.
Mitgefühl hingegen transformiert deine Energie nach oben. Mitgefühl lässt dich eine Wärme, eine kaum bekannte Freude empfinden darüber, dass du empfinden kannst, wie ein Mensch sich dir in seinem Leid öffnet, ohne dass du dich von ihm oder von dir selbst gezwungen fühlst, sein Leid zu teilen. Mitgefühl lässt dir Wege offen, Anteil zu nehmen, ohne dich zu identifizieren. Mitgefühl ist kreativ. Mitgefühl lässt sich etwas einfallen, um das Leid des Leidenden zu lindern anstatt es zu teilen und damit zu vergrößern.
Leid wird oft falsch verstanden als etwas, das kleiner wird, wenn man es teilt. Leid wird größer, wenn man es durch Mitleid teilt. Leid ist wie ein Regenwurm, der beginnt nachzuwachsen und sich zu vervielfältigen, wenn man ihn in Stücke zerhackt. Leid ist auch ein Wurm, der nagt. Und Mitleid ist eine verkappte Form der Angstbewältigung. Denn nur die Angst, dass du selbst einmal so leiden müsstet wie derjenige, dem es jetzt schlecht geht, lässt dich an seinem Leid Anteil nehmen, meistens in der Hoffnung, dass euch dies Leid selbst erspart bleiben möge. Und viele von euch empfinden Mitleid gepaart mit dem Gedanken "So etwas würde mir nie passieren. Ich muss deshalb helfen, damit ich immun werde gegen solches Leid".
Und Mitleid maskiert sich häufig als Herablassung, die kaum merklich ist, denn Herablassung lässt euch das angenehme Gefälle empfinden zwischen dem, der nicht leidet und dem, der leidet. Anstatt zu begreifen, dass jeder Mensch das Recht hat auf das Leid, das ihm zukommt, und auch jeder Mensch das Recht hat, nicht zu leiden, wenn es nicht seine Zeit zum Leiden ist, wendet ihr euch dem Leidenden zu aus dem Wunsch, eigenes zukünftiges Leid abzuwenden, wenn es für euch an der Zeit sein sollte, sich ihm zu stellen.
Mitgefühl - um das noch einmal zu betonen - ist eine stille Form des Trostes. Mitgefühl ist nie stolz darauf, nicht in derselben Situation zu sein. Mitgefühl verbessert energetisch die Lage des Leidenden. Der Leidende fühlt sich emporgezogen, anstatt mit dem Leid des Mitleidenden zusätzlich belastet zu sein. Wenn du also spürst, dass dir etwas einfällt, um einen Menschen zu trösten, ohne selbst in eine schlechte Stimmung zu kommen, ohne große Opfer bringen zu müssen, die du dir mühsam abringst, ohne dass du hinterher mit einem Gefühl der Befriedigung an deine Brust klopfen kannst, um dir zu sagen, was du für ein guter, guter Mensch bist, weil du solche Opfer gebracht hast - dann kannst du sehr wohl zwischen Mitgefühl und Mitleid unterscheiden.
Englische Übersetzung:
Pity and Sympathy
You can learn to distinguish pity from sympathy through self-observation. Pity, as we understand it, lowers your energy frequency. Pity drags you down. Pity makes you unhappy. Pity strengthens the ego in the belief that it is good to suffer along with the one who is suffering.
Pity provides a feeling of greatness because it touches your heart less than your mind. Pity emanates very often from the invalid idea that others can benefit from it or that pity in certain situations is simply called for as a basic human reaction. When you observe yourself, test whether you feel better than before when you pity someone, or if you feel sadder or unhappier when you pity someone, without easing his suffering. Test whether or not you feel proud of how much pity you display, and how uplifting and wonderful this feeling is to you.
Sympathy, in contrast, transforms your energy upwards. Sympathy creates a warmth, an almost unknown happiness over the fact that a person who is suffering opens himself to you without your having to take part in his suffering. Sympathy leaves a path open to share in the suffering without identifying with it. Sympathy is creative. Sympathy creates the possibility of easing suffering without taking part in it and thereby increasing it.
Suffering is too often misunderstood as something that will become less when it is shared. Suffering becomes greater when it is paired with pity. Suffering is like an earthworm which begins to grow again and multiply itself when one hacks it into pieces. And pity is a way of combating fear. Then it is only the fear that you one day must suffer as much as the one who is suffering now that leads you to take part in his suffering, in the hope that in the future you will be spared this suffering. And many of you express pity together with the idea that "Something like this should never happen to me. I therefore have to help in order that I become immune to such suffering."
Pity often masquerades as condescension which is hardly noticeable because condescension creates a pleasant gulf between the person who doesn´t suffer and the person who is suffering. Instead of understanding that every person has the right to the suffering which he encounters and that every person has the right not to suffer, when it is not his time to suffer, you turn to the suffering person in the desire to avoid future pain. This is intended to avoid suffering in the future when it is your time to suffer.
Sympathy - to be stressed again - is a peaceful form of comfort. Sympathy is never proud of not being in the same situation. Sympathy energetically improves the situation of the person who is suffering. The suffering person feels uplifted instead of being burdened by the pity of the other. So when you feel that you can comfort someone without falling into a bad mood, without becoming a victim who feels like beating his breast and declaring what a wonderful person he is because he has made such an emotional sacrifice - then you can very well make the distinction between pity and sympathy.